Schneeschuh- und Schlittelspass im Reichenbachtal
| Von Christian @ 11:21 | [ Winter ] |

Durch das Reichenbachtal gelangt man im Sommer über die grosse Scheidegg von Meiringen nach Grindelwald. Im Winter liegt das Tal auch tagsüber lange im Schatten des Wetterhorns, ist tief eingeschneit und die Strasse ist nicht durchgehend geöffnet. Zudem ist zu beachten, dass dieses Gebiet auch im Jagdbanngebiet Schwarzhorn liegt. Trotzdem besteht zu gewissen Zeiten die Möglichkeit, mit dem Postauto von Meiringen bis auf die grosse Scheidegg zu fahren. Vom 26. Dezember 2009 bis zum 10. Januar 2010 sowie zwischen dem 30. Januar und 21. Februar 2010 kann ab der Passhöhe bequem geschlittelt werden. Theoretisch kann man bis nach Meiringen fahren, aber nur zwischen der Schwarzwaldalp und der grossen Scheidegg fahren die Busse regelmässig (Fahrplan). Im Reichenbachtal kann man aber auch sehr schöne Schneeschuhwanderungen machen. Einerseits gibt es zwei ausgeschilderte Schneeschuhtrails, andererseits kann man auch dem Sommerwanderweg dem Reichenbach entlang bis nach Meiringen folgen.
Wir hatten uns entschieden, beide Dinge zu kombinieren. Es hatte bereits die ganze Nacht geschneit und das Wandern im frischen Pulverschnee war einfach herrlich. Wir waren auf der Schwarzwaldalp gestartet und folgten dem Trail in Richtung grosse Scheidegg, wobei ich in der frischen Spur auch noch einen grösseren Schlitten („Davoser“) hinauf ziehen durfte. Eigentlich hatten wir mit einigen Aufhellungen gerechnet, aber es schneite anhaltend und ein eisiger Wind pfiff uns um die Ohren. Als es schliesslich doch noch etwas aufklarte, konnte man an jedem Zaunpfahl, an jeder Tanne und jedem anderen Objekt sehen, was Wind und Schnee gemeinsam für wundervolle Formen erzeugen können. Mit dem Schlitten ging es schliesslich zurück zum Hotel Chalet Schwarzwaldalp, welches im Winter übrigens auch geöffnet ist. Die Gegend hatte uns so gut gefallen, dass wir am nächsten Tag noch einmal dort wandern gingen. Wir fuhren mit dem Postauto bis auf die Passhöhe und folgten, bei schönstem Wetter, dem Schneeschuhtrail sowie den Wanderwegen entlang dem Reichenbach bis zum Berggasthof Kaltenbrunnen-Säge. Dort fuhr uns dann leider der letzte Bus vor der Nase weg, als wir gerade eine kleine Stärkung einnahmen. Zum Glück nahmen uns dann Einheimische zweimal etappenweise mit dem Auto mit, wofür ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanke :-)











